DBSB-Logo

Detlef Kaiser berichtet von der Bezirksmeisterschaft 2012 in Bad Meinberg

Bezirkseinzelmeisterschaft West 2012 in Bad Meinberg

25 Monate ist es her, seitdem sich die Freunde des Schachspiels im Bezirk West zu ihrem traditionellen Regionalturnier in Bad Meinberg trafen. Diese leichte Terminverschiebung hatte sicher mit dem schlechten Februarwetter von damals zu tun und war mit der Hoffnung verbunden, dass der März angenehmere Temperaturen bringen würde. In diesem Jahr 2012 fand die siebenundzwanzigste Meisterschaft statt.

Am Samstag, 17. März, kam der größte Teil der Schachgruppe angereist. Darunter waren auch Gert Schulz aus dem Bezirk Süd-West und Werner Höhmann, ehemaliger Vorsitzender des Essener Blindenschachvereins, der aus Quitzöbel aus alter Anhänglichkeit zu seinen Schachfreunden die lange Reise in Kauf nahm. Noch am Abend dieses Tages fand eine kleine Versammlung statt, in der die Spieler über die Teilnehmer und die Turniermodi informiert wurden. Wie üblich wurde im Schweizer System gespielt mit 40 Zügen in 2 Stunden, plus 30 Minuten für den Rest. Es gab nur eine viertel Stunde Karenzzeit, da alle Teilnehmer im selben Haus wohnten. Dann verlas Günter Thieme, Bezirksleiter West, die Teilnehmer und ihre DWZ:
1. Gert Schulz (1946),
2. Kurt Schorn (1708),
3. Ewald Heck (1678),
4. Wolfgang Selig (1623),
5. Detlef Kaiser (1617),
6. Wilhelm Beckmann (1614)
7. Günter Thieme (1609),
8. Norbert Raestrup (1405),
9. Karl-Josef Grothe (1389),
10. Peter Falk (1301),
11. Bertold Böttcher (1152),
12. Jürgen Mankiewicz (1120),
13. Werner Höhmann (1110),
14. Matthias Brell (1100),
15. Ursula Selig (930),
16. Edelgard Makiewicz (0);

Dann wurden die ersten Paarungen bekannt gegeben:
1. Grothe gegen Schulz;
2. Schorn gegen Falk;
3. Böttcher gegen Heck;
4. Selig, W. gegen Mankiewicz, J.;
5. Höhmann gegen Kaiser;
6. Beckmann gegen Brell;
7. Selig, U. gegen Thieme;
8. Raestrup gegen Makiewicz, E.

Nach dieser kleinen Versammlung konnte man in der Cafeteria noch etwas trinken, sich unterhalten und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Bei 9 am Sonntagvormittag fiel leichter bis mäßiger Regen, der jedoch nicht von einem Spaziergang im Kurpark oder im nahegelegenen Wald abhielt. Kurz vor dem Mittagessen kamen dann auch die Restlichen der Schachspieler, so dass die Gruppe mit 19 Personen komplett war. Das erste Spiel begann zur festgesetzten Zeit um 13.30 Uhr.

Als alle sich beim Abendessen eingefunden hatten, verlas Günter Thieme die Ergebnisse aus der ersten Runde.

1. Grothe - Schulz: 0 - 1;
2. Schorn - Falk: 1 - 0;
3. Böttcher - Heck: 0 - 1;
4. Selig, W. - Mankiewicz, J.: Remis; Dies war eine kleine Überraschung!
5. Höhmann - Kaiser: 0 - 1;
6. Beckmann - Brell: 1 - 0;
7. Selig, U. - Thieme: 0 - 1;
8. Raestrup - Makiewicz, E.: 1 - 0;

Hier die Notation aus dem Spiel Selig, Wolfgang gegen Mankiewicz, Jürgen:
18.03.2012 Runde 1:
Schottische Partie (C45)
1. e4 e5; 2. Sf3 Sc6; 3. d4 exd4; Sxd4 - d6; 5. Lc4 Sf6; 6. Sc3 Ld7; 7. 00 Le7; 8. Te1 00; 9. Lf4 Te8; 10. Dd2 a6; 11. a4 Sa5; 12. Le2 c5; 13. Sb3 Sxb3; 14. cxb3 Le6; 15. Lc4 Lf8; 16. Tad1 Dc7; 17. Lxd6 Lxd6; 18. Dxd6 Dxd6; 19. Txd6 Lxc4; 20. bxc4 Te7; 21. f3 Td7; 22. Ted1 Tad8; 23. Txd7 Txd7; 24. Txd7 Sxd7; 25. f4 f6; 26. Sd5 Sf7; 27. Kf2 g6; 28. Ke3 Ke6; 29. b3 b5; 30. g3 h6; 31. h4 Sf8; 32. e5 Sh7; 33. a5 g5; 34. Ke4 f5+; 35. Ke3 b4; 36. h5 gxf4+; 37. gxf4 Sf8; 38. Sf6 Kf7; 39. Kd3 Sd6; 40. Sd5 Sg7; 41. Sf6 Se6; 42. Sd5 Sg7; Remis!

So kamen folgende Paarungen für die nächste Runde zustande:
1. Schulz gegen Raestrup;
2. Kaiser gegen Schorn;
3. Thieme gegen Beckmann;
4. Heck gegen Selig, W.;
5. Mankiewicz, J. gegen Böttcher;
6. Falk gegen Grothe;
7. Brell gegen Selig, U.;
8. Mankiewicz, E. gegen Höhmann;

Da der Sonntag insgesamt verregnet war, blieben die Schachfreunde mehr im Haus und amüsierten sich hier. So konnte man auf dem Zimmer fernsehen, im Schwimmbad schwimmen gehen, in der Cafeteria einen trinken oder wie Karl-Josef Grothe es tat, eine Kreuztabelle für das Turnier erstellen. Diese wollte er dann aushängen, so dass jeder jederzeit erkennen konnte, wieviel Punkte er hatte und an welcher Stelle er aktuell in der Rangliste stand.
Munter und gut ausgeschlafen traf man sich dann am Montag wieder bei einem ausgedehnten Frühstück. Der Tag begann zwar mit nur 4, doch strahlte die Sonne von einem leicht bewölkten Himmel und lud zu herrlichen Vormittagsspaziergängen ein. Im Kurpark sah man frisch gepflanzte Stiefmütterchen und Hornveilchen, noch in voller Blüte stehende Krokusse und Schneeglöckchen, und die Narzissen standen kurz davor sich zu öffnen. Pünktlich um halb 2 startete die zweite Runde.

Am Abend bat Günter Thieme die Spieler sich noch einmal im Spielraum zusammenzufinden, um die Bezirksversammlung abzuhalten. Als erstes gab er die Spielergebnisse dieses Tages und die Paarungen des nächsten Tages bekannt.
1. Schulz - Raestrup: 1 - 0;
2. Kaiser - Schorn: 0 - 1;
3. Thieme - Beckmann: 0 - 1;
4. Heck - Selig, W.: Remis;
5. Mankiewicz, J. - Böttcher: 0 - 1;
6. Falk - Grothe: 1 - 0;
7. Brell - Selig, U.: 1 - 0;
8. Makiewicz, E. - Höhmann: Remis;
Und die Paarungen für die dritte Runde waren:
1. Schorn gegen Schulz;
2. Beckmann gegen Heck;
3. Selig, W. gegen Kaiser;
4. Raestrup gegen Thieme;
5. Böttcher gegen Falk;
6. Höhmann gegen Brell;
7. Mankiewicz E. gegen Mankiewicz J.;
8. Selig, U. gegen Grothe;

Dann schilderte Günter die Aktivitäten des Bezirks West und legte die Finanzen offen. Da aus Geldmangel die Länderkämpfe zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland nicht mehr statt fanden, kam der Wunsch auf, Bezirksvergleichskämpfe durchzuführen.
Auf die Frage, ob ein Schnellschachturnier stattfinden soll, haben 8 Spieler ihr Interesse bekundet und sich dazu angemeldet. Die Organisation und Durchführung des Schnellschachturniers machten Karl-Josef Grothe und Gert Schulz.
Eine hitzige Diskussion entbrannte darüber, ob der Bezirk West der veränderten Turnierordnung zu den Mannschaftskämpfen zustimmen sollte oder nicht. Nach langem Hin und Her entschied sich eine knappe Mehrheit für die Veränderung. Kurz vor 21 Uhr konnten sich dann die erhitzten Gemüter bei einem kühlen Getränk wieder beruhigen. So manch einer hatte zu tief ins Glas geschaut und fiel schwer ins Bett.

Hier die Notation zwischen Detlef Kaiser und Kurt Schorn:
19.03.2012 Runde 2:
Pirc-Ufimzev-Verteidigung (B09)
1. e4 d6; 2. d4 g6; 3. Le3 Sf6; 4. Sc3 Lg7; 5. Le2 00; 6. Sf3 Sbd7; 7. 00 e5; 8. d5 Sg4; 9. Dd2 Sxe3; 10. Dxe3 f5; 11. exf5 gxf5; 12. Tfd1 Sf6; 13. h3 Ld7; 14. Lc4 Kh8; 15. a4 f4; 16. De1 De8; 17. Ld3 Dh5; 18. Kh2 a6; 19. De2 Tae8; 20. Le4 Tg8; 21. Td2 Lh6; 22. Sg1 Dh4; 23. Td3 Sg4+ 0 - 1;

Am Frühlingsanfangmorgen strahlte die Sonne schon früh von einem blauen Himmel herab. Der Tag versprach sehr schön und mit bis zu 15 sehr mild zu werden. Deshalb drängte es nach dem Frühstück fast jeden hinaus in die Natur. Auf der Wiese am Kurparkteich promenierten Schwäne und Enten dicht am Wegesrand, greifbar nahe, schnäbelten oder putzten sich und ließen sich von den vorübergehenden Passanten überhaupt nicht stören.
Rechtzeitig nach dem Mittagessen trafen sich alle wieder zur dritten Runde. Die Ergebnisse aus der dritten Runde lauten:
1. Schorn - Schulz: Remis;
2. Beckmann - Heck: Remis;
3. Selig, W. - Kaiser: Remis;
4. Raestrup - Thieme: 0 - 1;
5. Böttcher - Falk: 0 - 1;
6. Höhmann - Brell: 1 - 0;
7. Mankiewicz, E. - Mankiewicz, J.: 0 - 1;
8. Selig, U. - Grothe: 0 - 1;

In der Spitzengruppe spielte jeder vorsichtig, ohne Risiko, um nur ja keinen Punkt abzugeben. Dies führte zu den schon erwähnten 3 Unentschieden. Daraus resultiert nun die vierte Runde:
1. Schulz gegen Beckmann;
2. Heck gegen Schorn;
3. Falk gegen Thieme;
4. Höhmann gegen Selig, W.;
5. Mankiewicz, J. gegen Kaiser;
6. Grothe gegen Raestrup;
7. Brell gegen Böttcher;
8. Selig, U. gegen Mankiewicz, E.;

Hier nun die Partienotation von Norbert Raestrup und Günter Thieme:
20.03.2012 Runde 3:
Damenbauernspiel (D02)
1. d4 d5; 2. Sf3 Sf6; 3. Lf4 e6; 4. e3 c6; 5. c3 Sbd7; 6. Le2 Se4; 7. Sbd2 Sdf6; 8. 00 Sh5; 9. Se5 Sxf5; 10. dxf4 Sd6; 11. Sdf3 Le7; 12. Dd2 f6; 13. Sd3 Db6; 14. b3 Se4; 15. Dc2 Ld7; 16. Tae1 Da5; 17. b4 Dc7; 18. Sd2 Tc8; 19. Lf3 f5; 20. Se5 00; 21. a3 Lf6; 22. Le2 g5; 23. f3 Sd6; 24. fxg5 Lxg5; 25. f4 Lf6; 26. Sdf3 Le8; 27. Sg5 Lxg5; 28. fxg5 Se4; 29. h4 b6; 30. Ld3 c5; 31. Tc1 cxd4; 32. cxd4 Dxc2; 33. Txc2 La4; 34. Txc8 Txc8; 35. Lxe4 dxe4; 36. Te1 Tc3; 37. Ta1 e3; 38. Kf1 Lb5+; 39. Ke1 Tc2; 40. g3 Tf2; 0 - 1;

Von Tag zu Tag wurde es wärmer, und in kleineren oder größeren Gruppen wurden die unterschiedlichsten Unternehmungen gemacht. Diesmal gab der Turnierleiter die Ergebnisse noch vor dem Abendessen bekannt.
1. Schulz - Beckmann: 1 - 0;
2. Heck - Schorn: Remis;
3. Falk - Thieme: 0 - 1;
4. Höhmann - Selig, W.: Remis;
5. Mankiewicz - Kaiser: 0 - 1;
6. Grothe - Raestrup: 1 - 0;
7. Brell - Böttcher: 0 - 1;
8. Selig, U. - Makiewicz, E.: 0 - 1;
Nun die Paarungen der fünften Runde:
1. Thieme gegen Schulz;
2. Beckmann gegen Schorn;
3. Kaiser - Heck;
4. Selig, W. gegen Grothe;
5. Falk gegen Höhmann;
6. Mankiewicz, E. gegen Böttcher;
7. Brell gegen Mankiewicz, J.;
8. Raestrup gegen Selig, U.;
Hier die Partie aus dem Damenduell:
Ursula Selig - Edelgard Makiewicz
21.03.2012 Runde 4:
Philidor-Verteidigung
1. e4 e5; 2. Sf3 d6; 3. Lb5+ c6; 4. Lc4 Lg4; 5. h3 Lh5; 6. g4 Lg6; 7. 00 Sf6; 8. Ld3 Sbd7; 9. Sc3 Le7; 10. g5 Sh5; 11. h4 Sf4; 12. Lc4 00; 13. d3 h6; 14. Lxf4 exf4; 15. Dd2 Se5; 16. Sxe5 dxe5; 17. a4 hxg5; 18. hxg5 Lxg5; 19. a5 Lh4; 20. De2 Dg5+; 21. Kh1 Lh5; 22. De1 Lf3+; 23. Kh2 Dg2#

Um 18 Uhr hatte der neue Geschäftsführer des Aura-Hotels, Herr Willenberg, die Schachgruppe zu einem kleinen Sektempfang in der Cafeteria eingeladen. Er stellte sich kurz vor und bat die Gäste, sie möchten sich an ihn oder an das Haus wenden, wenn es um irgendwelche Belange oder Wünsche in Bezug auf das Haus ging. Wünsche, Anregungen und Kritik wurden dann auch sogleich an ihn herangetragen. Herr Willenberg spendete unter großem Beifall einen Preis für das Turnier. Damit alle die gleiche Chance haben würden, beschlossen die Anwesenden diesen Preis auszulosen. Dann wurde zu Abend gegessen. Anschließend fand unter der Regie von Karl-Josef und Gert das Schnellschachturnier statt. Es wurde in 2 Vierergruppen gespielt. Wie nicht anders zu erwarten war, gewann Gert Schulz. Parallel dazu übten 2 Spieler in der Cafeteria Schacheröffnungen. Nach Beendigung dieses kleineren Turniers kamen alle wieder zusammen an der Bar und tranken reichlich. Auch an diesem Abend wurde es sehr spät.

Der Donnerstagmorgen begann zunächst recht dunstig. Die Sonne schaffte es jedoch den Dunst recht schnell aufzulösen und die Temperatur auf Spitzenwerte von 21 zu treiben. Wieder wunderbares Wetter um draußen spazieren zu gehen. Durch das an das Haus angrenzende Waldgebiet konnte man stundenlang laufen. Doch die Reichweite war zeitlich durch das Mittagessen und den Turnierbeginn begrenzt. Am Abend erfuhr man wieder die Ergebnisse.
1. Thieme - Schulz: 0 - 1;
2. Beckmann - Schorn: Remis;
3. Kaiser - Heck: Remis;
4. Selig, W. - Grothe: 1 - 0;
5. Falk - Höhmann: 1 - 0;
6. Mankiewicz, E. - Böttcher: 0 - 1;
7. Brell - Mankiewicz, J.: 0 - 1;
8. Raestrup - Selig, U.: 1 - 0;

So gab es folgende Spiele für die sechste Runde:
1. Heck gegen Schulz;
2. Schorn gegen Selig, W.;
3. Kaiser gegen Beckmann;
4. Raestrup gegen Falk;
5. Mankiewicz, E. gegen Brell;
6. Selig, U. gegen Höhmann;
7. Böttcher gegen Thieme;
8. Mankiewicz, J. gegen Grothe;
Partie Peter Falk gegen Werner Höhmann:
22.03.2012 Runde 5:
Spanische Partie - Steinitzverteidigung C62)
1. e4 e5; 2. Sf3 Sc6; 3. Lb5 d6; 4. d4 a6; 5. Lxc6 bxc6; 6. dxe5 Lg4; 7. exd6 cxd6; 8. 00 Sf6; 9. h3 Lh5; 10. Sc3 Le7; 11. Te1 Sd7; 12. Lf4 00; 13. g4 Lg6; 14. Lxd6 Lxd6; 15. Dxd6 Dc8; 16. Tad1 Tfd8; 17. Se5 Sxe5; 18. Dxe5 f6; 19. De7 Le8; 20. Txd8 Dxd8; 21. Dxd8 Txd8; 22. Td1 Ld7; 23. Sa4 Kf8; 24. Sc5 Ke8; 25. Sxd7 Txd7; 26. Txd7 Kxd7; 27. f4 g6; 28. Kf2 Ke6; 29. Ke3 f5; 30. g5 fxe4; 31. Kxe4 a5; 32. a4 Schwarz gibt auf!

Auch an diesem Abend wie schon die Abende zuvor aß man gut und reichhaltig und mehr als man eigentlich wollte. So gut schmeckte das Buffet. Mit einer kleinen Kniffelrunde und einem anschließenden Schlummertrunk ging auch dieser Tag zu Ende.
Die Neumondnacht brachte am Morgen wieder etwas Dunst. Doch hatte dieser in der aufgehenden Sonne keine Chance und war recht schnell verflogen. Und wieder begann ein herrlicher Frühlingstag. Auf dem Waldboden blühten die ersten weißen Waldanemonen. Im Kurpark waren die ersten gelben Osterglocken aufgegangen, leuchteten die blauen Hornveilchen, prankten die Stiefmütterchen in lila, rosa, weiß und rot. Und in all dieser Blütenpracht summten die ersten Bienen. Es wehte nur ein leichter Wind, so dass die Jacken und Mäntel in den Schränken hängen bleiben konnten. Die Cafés und Eisdielen waren gut besucht.
Bevor nun am Freitag die sechste Runde ausgetragen wurde, fand die Verlosung des von Herrn Willenberg gestifteten Preises statt. Diesen Preis gewann Peter Falk - einen zweitägigen Aufenthalt für 2 Personen mit Vollpension im Aurahotel Bad Meinberg.

Wer schnell mit seiner Partie fertig war, konnte sich auf die Terrasse setzen und dort in der Sonne Kaffee trinken oder noch einmal in den Ort hinunter gehen.
Zum letzten Mal las der Turnierleiter die Ergebnisse vor und gab die Parungen bekannt.
1. Heck - Schulz: Remis;
2. Schorn - Selig: Remis;
3. Kaiser - Beckmann: Remis;
4. Raestrup - Falk: 0 - 1;
5. Mankiewicz, E. - Brell: 1 - 0;
6. Selig, U. - Höhmann: 0 - 1;
7. Böttcher - Thieme: 0 - 1;
8. Mankiewicz, J. - Grothe: 0 - 1;
Daraus wurden für das letzte Spiel folgende Paarungen ermittelt:
1. Schulz gegen Falk;
2. Thieme gegen Schorn;
3. Höhmann gegen Heck;
4. Selig, W. gegen Böttcher;
5. Mankiewicz gegen Beckmann;
6. Grothe gegen Kaiser;
7. Mankiewicz, J. gegen Selig, U.;
8. Brell gegen Raestrup;

Hier die Partie zwischen Ewald Heck und Gert Schulz:
23.03.2012 Runde 6:
Bogoljubow-Indische Verteidigung (E11)
1. d4 Sf6; 2. Sf3 e6; 3. c4 Lb4+; 4. Ld2 c5; Lxb4 cxb4; 6. e3 d6; 7. Ld3 00; 8. 00 b6; 9. Sbd2 De7; 10. e4 e5; 11. d5 a5; 12. a3 bxa3; 13. Txa3 Sa6; 14. Te1 Ld7; 15. Sf1 Sh5; 16. g3 g6; 17. Dd2 Sc5; 18. Dh6 f6; 19. Kg2 Dg7; 20. Dd2 f5; 21. h3 Sf6; 22. Lc2 Sfxe4; 23. Lxe4 Sxe4; 24. Txe4 fxe4; 25. Sg5 Lf5; 26. g4 h6; 27. gxf5 hxg5; 28. fxg6 Dxg6; 29. Tg3 Tf4; 30. h4 Txh4; 31. Txg5 Tg4+; 32. Txg4 Dxg4+; 33. Sg3 Df3+; 34. Kf1 e3; 35. Dxe3 Dxe3; 36. fxe3 Kf7; 37. Se4 Ke7; 38. Ke2 Th8; 39. Kd3 a4; 40. Sc3 Ta8; 41. Sb5 Td8; 42. Sc3 Tb8; 43. Kc2 Tc8; 44. Kd3 Ta8; 45. Sb5 Kd7; 46. Ke4 Th8; Remis!

Am Samstagmorgen fand direkt nach dem Frühstück die letzte und siebte Runde statt. Aus dieser Runde nun nachstehend die Partie Edelgard Mankiewicz gegen Willi Beckmann
24.03.2012 Runde 7:
Französische Verteidigung - seltene Züge (C00)
1. e4 e6; 2. Sc3 c6; 3. d4 d5; 4. exd5 exd5; 5. Sge2 Ld6; 6. g3 Se7; 7. Lg2 00; 8. 00 Lf5; 9. Lg5 f6; 10. Tc1 fxg5; 11. Dd2 Sg6; 12. Te1 Sa6; 13. a3 Dd7; 14. b4 Sc7; 15. Sa2 Le7; 16. c3 Lf6; 17. c4 Tfe8; 18. Sec3 Txe1+ 19. Txe1 Se7; 20. cxd5 Sexd5; 21. Lxd5+ Sxd5; 22. Sxd5 Dxd5; 23. Sc3 Dxd4; 24. De3 Dxe3; 25. Txe3 Kf7; 26. Tf3 Lg6; 27. g4 Td8; 28. Kg2 Td4; 29. h3 Tc4; 30. Sd1 Le4; 31. Kg3 Lxf3; 32. Kxf3 Ld4; 33. Ke2 Ke6; 34. f3 Kd5; 35. Kd3 Tc1; 36. Ke2 Ta1; 37. Se3+ Lxe3; 38. Kxe3 Txa3+; 39. Kf2 Tb3; 40. Kg2 Txb4; 41. Kg3 Ke5; 42. h4 h6; 43. hxg5 hxg5; 44. Kh3 Kf4; 45. Kg2 Tb2+; 46. Kh3 Th2+; 47. Kxh2 Kxf3; 48. Kh3 a5; Weiß gibt auf!

Nach dieser Runde haben sich 2 Spieler frühzeitig verabschiedet und fuhren gleich nach dem Mittagessen nach Hause. Für 14 Uhr bot dann das Haus noch einen Ausflug an den Schieder-Stausee an, den nur wenige in Anspruch genommen haben. Die meisten nutzten noch einmal die Gelegenheit durch den Ort und den Kurpark oder durch das anschließende Silvatikum zu gehen. Es war schon richtig sommerlich warm geworden.
Die Spannung auf die Siegerehrung war sehr groß, da mehrere Spieler die gleiche Punktzahl hatten. Endlich, um 19.30 Uhr war es soweit. Die Schachfreunde trafen sich im Spielsaal und hörten gespannt Günter Thieme zu, wie er die Ergebnisse aus der siebten Runde und dann die Tabelle vorlas.
Ergebnisse aus der siebten Runde:
1. Schulz - Falk: 1 - 0;
2. Thieme - Schorn: Remis;
3. Höhmann - Heck: 0 - 1;
4. Selig, W. - Böttcher: 1 - 0;
5. Mankiewicz, E. - Beckmann: 0 - 1;
6. Grothe - Kaiser: 0 - 1;
7. Mankiewicz, J. - Selig, U.: 1 - 0;
8. Brell - Raestrup: 0 - 1;

Jetzt wurde es spannend und von hinten beginnend las Günter die Rangliste vor.
16. Ursula Selig: 0 zu 7 Punkte, 20,5 Buchholz;
15. Matthias Brell: 1 zu 6 Punkte, 19,5 Buchholz;
14. Edelgard Mankiewicz: 2,5 zu 4,5 Punkte, 18 Buchholz;
13. Norbert Raestrup: 3 zu 4 Punkte, 21 Buchholz, Feinwertung 163,5;
12. Werner Höhmann: 3 zu 4 Punkte, 21 Buchholz, Feinwertung 168,5;
11. Bertold Böttcher: 3 zu 4 Punkte, 24,5 Buchholz;
10. Karl-Josef Grothe: 3 zu 4 Punkte, 25,5 Buchholz;
9. Jürgen Mankiewicz: 3,5 zu 3,5 Punkte, 18,5 Buchholz;
8. Peter Falk: 4 zu 3 Punkte, 27 Buchholz;
7. Günter Thieme: 4,5 zu 2,5 Punkte, 25 Buchholz;
6. Wolfgang Selig: 4,5 zu 2,5 Punkte, 26 Buchholz;
5. Wilhem Beckmann: 4,5 zu 2,5 Punkte, 27,5 Buchholz, Feinwertung 180,5;
4. Detlef Kaiser: 4,5 zu 2,5 Punkte, 27,5 Buchholz, Feinwertung 181;
3. Ewald Heck: 4,5 zu 2,5 Punkte, 30 Buchholz;
2. Kurt Schorn: 4,5 zu 2,5 Punkte, 32 Buchholz;
1. Gert Schulz: 6 zu 1 Punkte, 28 Buchholz;

Gratulation an den Turniersieger Gert Schulz und an den neuen Bezirksmeister Kurt Schorn. Ihnen überreichte der Turnierleiter ihre Preisgelder und vergab dann noch 3 Ratingpreise für die besten Verbesserungsplätze. Das Haus hatte noch einen Trostpreis für den letzten Platz gestiftet.
Als die Siegerehrung zu Ende war, luden der Turniersieger und der neue Bezirksmeister zu einem Umtrunk in die Cafeteria ein. Lautstark wurde diese Einladung angenommen. In feuchtfröhlicher Runde ging dann dieser Tag zu Ende.
Am Sonntagmorgen kamen wegen der Zeitumstellung die Spieler nur langsam zum Frühstück. Das reichhaltige Buffet wurde nochmals ausgiebig genutzt, bevor man sich fröhlich und gut gelaunt voneinander verabschiedete. Die meisten fuhren schon am Vormittag ab. Nur wenige blieben bis zum Mittagessen und traten erst dann die Heimreise an.

Alles in allem war es wieder ein gelungenes Turnier. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das Wetter so fantastisch mitgespielt hatte.
25.03.2012 Detlef Kaiser

zurück zur Startseite